wipwap Premium Boarder
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Beiträge von wipwap

    ja das stimmt. Putzen musst du sowieso. Wenn du ne gute Pumpe zum Absaugen hast (1cm oder so) dann mach ruhig voll. Tochter hat es geliebt am Anfang darin zu baden. War ein Abenteuer....

    Leute hört auf zu lästern. Die meisten machen das hier zum ersten Mal. Manche denken mehr. Andere weniger. Manche gehen mehr Risiko andere weniger. Halten wird's. Auch wenn weniger möglich gewesen wäre. Ich finds beeindruckend. Und überdimensioniert. Aber gut.

    Vielleicht will wipwap in Kooperation mit seinem Tischler selbst einen Bausatz auf den Markt bringen.

    Hm, ich denke, dass der Markt nicht so gross sein wird. Ausserdem wohne ich in der Schweiz. Wenn ich das hier fertigen lassen würde, dann würden sich die Deutschen Selbstbaukollegen wohl sehr die Augen reiben. Hier liegt der Stundenlohn von Handwerkern irgendwo bei 80 Euro Plus.


    Der Zimmermann, der mir bei der Stückliste/3dPlanung geholfen hat (Guter Freund für Umme), den habe ich angeschrieben (Ist in den Ferien), ob wir da was machen können. Ich melde mich, wenn er aus den Ferien zurück ist. Wäre aber sicher dann was auf Stundenlohnbasis für den Plan.


    Generell sollte der Zimmermann in jedem Dorf anhand der Pläne so einen Rahmen fertigen können. Man könnte natürlich auch eine Community bilden mit Interessenten und dann z.B. eine Firma in Polen oder so finden.


    Was aber auf jeden Fall stattfinden muss, ist die Massaufnahme vor Ort - nachdem die Folie drin ist, um möglichst den grössten Schwimmbereich zu erreichen.


    Für komplexe Formen - wie ich sie gemacht habe - einen Prototyp mit Billigbalken machen (Nur die unterste Lage) - können auch im Prinzip dachlatten sein.


    Ihr findet sicher einen Zimmermann, der das dann in einem CAD Programm abbilden kann - klar kostet das natürlich. Ist aber nur für die komplexen Formen notwendig. Alles mit rechten Winkeln kann man selber ausmessen und eine Stückliste erstellen. Ist halt mehr Arbeit, als wenn man dies "als Produkt" machen würde. Aber eben: Ich glaube nicht, dass ich jetzt 100e Bestellungen bekähme, wenn ich das als Produkt anbieten würde.


    Aber selbst, wenn der Zimmerman für komplexe Formen mal 1h zur Massaufnahme vorbeikommt und dann noch ein paar Stunden am CAD Program zeichnet, sollten die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Und Leute ich sage euch: Die Arbeitsersparnis ist gewaltig. Das habe ich erst gemerkt, als diese ganzen 190 Balken mit den jeweils 4-8 Bohrungen durch meine Hände gegangen sind. Kein reinschleppen, anzeichenen, bohren, sägen, etc. Reinschleppen, vermessen und so weiter. Ausserdem haben die wenigsten Werkzeug, um 8x10 Balken diagonal oder so sinnvoll zu schneiden. Mein Kumpel hat praktisch den ganzen Winter probiert mich davon zu überzeugen. Ich bin so froh, dass ich auf ihn gehört habe.

    Silberpfeil hast du vielleicht Fotos von den "faulen/morschen" Stellen gemacht? Die würde ich gerne mal sehen...

    Ach: Und wie tief geht das ins Holz rein?


    Wenn ich das richtig sehe hast du ja Bretter verschraubt. 21er? oder Wie dick? Somit sollte die Balkenkonstruktion entsprechend dann länger halten - so hoffe ich :D


    (Auf Holz klopf)

    Silberpfeil schön. Freue mich, dass sich jemand wirklich mit meinem Kommentar auseinandersetzt. Ich gehe mal auf Deine Punkte ein:

    Zitat

    - nachträgliche Variation - im fertigen Zustand, also alles unter Wasser und mit angefülltem Kies von allen Seiten - halte ich für nicht realisierbar

    Hier habe ich mich vielleicht ungenau ausgedrückt. Das war bezogen auf das Stecksystem, wenn man es denn liefern lassen würde. Man kann nach Lieferung und beim Zusammenbau noch variieren. Was den "angefüllten Kies" angeht: Die Konstruktion wäre stabil genug, das Wasser abzulassen, den Kies drin zu lassen und dann eine Treppe einzubauen oder Schweinwerfer oder ein Podest - worüber ich grade nachdenke in 1m Tiefe.


    Zitat

    - warum sollte es praktisch kein stehendes Wasser hinter der Konstruktion geben? weil durch die Holzspalten eine Zirkulation gegeben ist? Wahrscheinlich wird die Konstruktionsrückseite mit Vlies abgespannt, damit kein Dreck in den Schwimmbereich durchrieselt. Dadurch wird sich diese Seite wohl eben mit feinem Druck zusetzen und durchaus anaerob sein/werden!

    Nach dem Zusammenbau des Rahmens, habe ich die Folie nach innen geklappt und dahinter mit Erdreich augefüllt. Dann die Folie wieder nach aussen und mit Kies gefüllt. Klar drückt jetzt der Wasserdruck die Folie um ein paar mm oder cm ins Erdreich, aber das Volumen, was an Wasser zwischen Holz und Folie ist, ist praktisch vernachlässigbar.


    Zitat

    - Kein Lücken zwischen Balken? Du sprichst oben doch selbst von Ausdehnung und Quellen - es werden Lücken entstehen!

    Ja, aber ich habe ja zwischen die Balken jeweils eine Dachlatte als Nut eingefräst. Ausserdem ziehen die Gewindestangen das Holz fest zusammen, wärend es sich nach oben ausdehnt. Die Muttern der GEwindestangen werden nur soweit gelöst, dass sie sich nicht ins Holz ziehen resp. die Gewindestangen reissen. Somit quillt das Holz zwar, aber die Ritzen zwischen den Balken sind im mm Bereich. Und dann ist ja noch die Dachlatte dazwischen.

    Zitat

    - Egal ob Lücken oder nicht! Es werden sich massenhaft Algen ansiedeln, weil sich die Dinger mit Sicherheit lieber an einer Holzwand (egal wie glatt) ansiedeln, als an einer Folienwand! Optisch vielleicht ärgerlicher an Folie, als an Holz, aber jeder, der schon mal auf einem Holzsteg an einem See stehend nach unten gesehen hat, kann sich vorstellen, was sich hier alles ansiedeln wird ... wehende Algenlandschaften!

    Diese Aussage kahm nicht von mir, sonder von einem anderem Forenteilnehmer. Ich habe diese anders interpretiert als du: Auf dem Boden des Beckens in 2m Tiefe sehe ich jeden kleinen Krümel. Auf der Holzwand fällt ein wenig dreck nicht auf. Klar wachsen da vermutlich irgenwann Algen. Bei mir bisher nur Biofilm. Ich schaue jeden Tag in den Teich. Mir fällt immer nur auf, wenn der Boden dreckig ist. Die Wände fallen nicht negativ aus. Von "wehenden Algenlandschaften" sehe ich noch nichts. Wäre aber auch egal, dann schick ich halt den Robbi rauf. So wie beim Boden. Den muss ich ja regelmässig reinigen, weil man es da sofort sieht.

    Zitat
    aber keinen karibisch funkelnden Schwimmteich mit schicken Holzwänden und blauer Bodenfolie

    Hier kürze ich mal ein. Das war nie mein Ziel. Dann hätte ich einen Pool gebaut für 3 Monate und eine Salzanlage genommen - oder wie das heisst. Ich will ein Biotop mit meistens klarem Wasser, woran ich das ganze Jahr über freude habe. Wo ich meiner Tochter die Kreisläufe erklären kann und die immer seltener werdenen Tiere und Pflanzen erklären kann. Ich will da Fische drin haben. Ich will da auch Molche, Libellen, Wasserpflanzen haben. Ein steriles blaues Loch im Garten, was 9 Monate im Jahr den Garten verschandelt und 3 Monate im Jahr brauchbar ist, soll sich wer anders bauen. Wenn man meine Fotos und sonstigen Kommentar ansieht, sollte man auch erkennen können, dass das nicht mein Ziel war. Das hat aber nichts mit der Bauweise "Holzrahmen" zu tun.


    Zitat


    Apropos Folie. Wie willst Du später die Folienfarbe "einfach" wechseln können? Neue Folie rein mit Klett, Klebeband oder wie? Oder anstreichen? Ebenfalls nicht realisierbar! .


    Nicht realisierbar? Für wen? Dafür muss ich das Wasser ablassen. Ich habe den untersten Holzbalken in Dachlattenstärke unten ausgefräst und die PVC-Folie wie ein Segel dazwischen gespannt - Mit Dachlatten auf Spannung reingeschraubt. Ich war auch sehr skeptisch am Anfang und hatte gedacht: Wenns nicht klappt, reiss ich sie halt raus und hab nen dunklen Boden. Hat aber funktioniert. Und ja: Ich hatte vorher 1m Wasser drin. Dreckig bis zum geht nicht mehr. Muss man halt putzen. Der Unterschied: Wenn mir die Bodenfarbe nicht gefällt kann ich sie mit angemessenem Aufwand (5h habe ich gebraucht) anpassen. Fliesen /Platten schneiden wäre erstens teurer und mehr Aufwand. Kann man aber ja auch noch machen.


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    Weil Du Wasser abpumpen kannst wie ein Wilder und Dir aus dem umlaufenden Kiesbereich endlos Sickerwasser (blöderweise auch noch dreckig) nachlaufen wird. Die Aufgabe lautet also ein rechteckiges, neues Stück Folie auf die alte Folie aufzukleben - und das mind. mit 1cm Dreckwasser auf der alten Folie. Na, bei dem Vorhaben wünsche ich viel Spaß!

    Soso. erstens mal kann da nicht "endlos Sickerwasser" nachlaufen, da der Kiesbereich insgesamt nicht endlos , sondern in alle 3 Raumdimensionen begrenzt ist. Dreckig hatte ich oben: Putzen. Nicht rechteckig, sondern passend zur Form. Warum mind. 1cm Dreckwasser auf der Folie? Das kann ich doch rausholen? Abpumpen? Wischen? Genau das Vorhaben habe ich gemacht. Hat einen halben Tag gedauert.


    Warum kleben? Ich habs nicht geklebt. Man sieht von oben nicht dass da ein bissl Wasser drunter steht. Und: Aanareob: ja. Ist es da drunter. Aber bisher scheint es kein Problem zu sein. Aber wir baden auch erst seit 3 Monaten drin.


    So, und jetzt ganz zum Schluss: Ich habe mir das System ausgedacht, danach gebaut und bereue es - zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ralph hatte hier nach Ideen für eine Holzkonstruktion gefragt. Die habe ich geliefert. Ich versuche Dir hier nichts zu verkaufen oder dass du es auch so bauen sollst. Aber ich habe mir mit einem befreundeten Zimmermann sehr lange Gedanken gemacht über die Art und Weise, wie das unter Wasser funkionieren kann. Alle anderen Holzbauweisen haben mich nicht überzeugt oder waren endlos teuer. Er über den Holzbau, ich über die Biologie im Teich. Ich bin selbst Diplom Biologe und habe im Bereich akuatische Oekologie/Limnooekologie abgeschlossen.


    Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass ich meine Anforderungen an einen Schwimmteich im eigenen Garten erreicht habe. Aber die Frage ist immer: Was erhoffe ich mir? Was kaufe ich - oder: auf wen falle ich rein?

    ich verstehe den Punkt nicht. Du kannst einen Bergsee doch genauso nachbauen. Du musst nur ordentlich frisches Wasser reinlassen und abfliessen lassen. Dann werden auch sämtliche Nährstoffe wieder rausgespühlt (bis auf die, welche im Trinkwasser sind)....


    Ansonsten heisste es: Nährstoffeintrag vermeiden und Filtern resp. umsetzen und entfernen.... Ansonsten eutrophiert jedes (nicht chemisch behandeltes Gewässer).


    Je sauberer man das Wasser haben will, desto höher sind logischerweise auch die technischen Aufwände und damit auch Kosten.

    Das Kiesbett erfüllt ja in meinen Augen nicht in erster Linie den Aspekt des Filterns - das passiert vorher. Hier werden über Bakterien kleinste Partikel abgebaut. Da wird dann z.B. Nitrat in gasförmiges N2 überführt, was ausgast -> Nährstoffe werden dem Ökosystem entzogen. Anderes Material wird von organischem Material in anorganisches umgewandelt (CHONSP) und steht somit den Pflanzen als verwertbarem Nährstoff zur Verfügung. Die wachsen und man kann sie mechanisch entfernen - Nährstoffe werden entzogen.

    Klar wächst im Kiesfilter Biologische Masse (eben diese Bakterien) da aber der Wasserpegel von unten nach oben steigt, kann dieses System nicht so verschlammen, wie andersrum.

    Aber klar: Wie lange so ein Kiesfbett durchlässig / effizient bleibt ist unklar. Wenn aber diese komischen BiofilmReaktor Röhren (gemäss Aussagen des Anbieters) bereits 10 Jahre erfolgreich laufen (bei 20cm durchmesser) wage ich mal anzunehmen, dass das Kiesbett von 10m² Durchmesser mindestens eben so lange durchhält.


    Was das ganze aber mit der Sonne und Kernfusion zu tun hat - den Bogen kriege ich nicht hin.

    Der letzte Eintrag ist zwar jetzt schon 2 Monate alt, aber ich möchte das Thema nicht einschlafen lassen.


    Als Selberbauer bin ich natürlich mega stolz auf meine Bauweise. Sind hier natürlich alle :D


    Aber im Ernst hier die Vorteile:

    - Kann per Kran direkt in die Grube gehoben werden

    - Ausdehung und Quellen des Holzes sind völlig egal

    - Alleine innerhalb von ca. 8h zusammensteckbar

    - Passgenau auszumessen, nachdem die Folie drin ist -> Maximale Grösse des Schwimmbereichs

    - Auftrieb durch den aussen verschraubten Balken rundherum vernachlässigbar (Hier wird die Folie in den Rahmen geklappt und Kies drauf gekippt)

    - Massive Holzkonstrukion als im Legobausatz

    - Kein teures Schwalbenschwanzfräsen

    - Als Federn können Dachlatten verwendet werden (Kosten)

    - Wenn man damit leben kann, dass die Wand innen mal ein paar mm der eine Balken rausschaut oder zurücksteht grosse Fehlertolleranz.

    - Einfache Bauanleitung möglich

    - Man kann nachträglich oder im Bau noch variieren (Treppe/Zu/Abläufe/Lampen etc.)

    - Kosten akzeptabel im Vergleich zur Arbeits/Zeitersparnis

    - praktisch kein stehendes Wasser (anaerob) hinter der Konstruktion

    - Nur eine Sichtseite muss gehobelt werden.

    - Keine Lücken zwischen den Balken/Brettern (Säubern/Pflege/Algen)

    - Keine Drainage im Tiefenbereich hinter der Konstruktion notwendig

    - Es kann luftgetrocknetes Holz verwendet werden (Gewicht beim Zusammenstecken)

    - Stabil genug, um mit Kies oder Erde dahinter aufzufüllen

    - Praktisch jede Form möglich (ausser natürlich rund

    - Nach Abdeckung mit normalen Terassenbrettern sieht man keine Schrauben

    - Man kann nachträglich die Folienfarbe am Boden ändern.


    Meiner Meinung nach kann man das als Bausatz anbieten für jeden Selberbauer. Bei Quadratisch müssen die nur 3 Masse angeben (L/B/H). Da könnte man den Preis sogar automatisch berechnen lassen mit Konfigurator.


    Bei n-eckig eben einen 2d und 3d-Plan mit Stückliste und Offerte.


    Hier noch ein paar Bilder:


    Ausmessen mit Prototyp:

    Bodenplatte, Vliess, Folie


    2d Plan:

    Theorie vs. Praxis. Immer flexibel bleiben.


    3d Zeichnung:

    3d Modell vom Holzrahmen


    Anlieferung:

    Boa bin ich nervös. Passt das rein?


    Aufbau:

    Ja, passt erstmal. Für heute Feierabend


    Treppe:

    Treppe im Bau


    Resultat:

    Graue folie und wasser marsch

    Mein grösster Need:


    ich wäre sehr interessiert an einer Lösung - wie auch immer die aussehen mag - um das Reinigungsintervall der Socken zu verlängern. Filterballs reintun bringt schon etwas - würde so auf 30% länger tippen. Aber für mich wären 2 Wochen ein sinnvolles Intervall.


    Zum Beispiel irgendeine Filterkammer hinter der Pumpe, die man einfach öffnen kann, um Filterballs auszutauschen mit entsprechendem Bypass...

    @Appiano ich habe mir das mal angeschaut. Scheint alles solide und sinnvoll zu sein. Einziger Unterschied zu einem Bioflow oder so System scheint für mich aber der geringere Grössenbedarf zu sein. Dort scheint einfach durch das Trägermaterial pro m³ eine höhere Oberfläche als mit Kies erreicht werde zu können.


    Schön für uns Normalbauer:

    Wenn die seit Jahren Erfahrung haben und sich das "kleine" 200er Rohr nicht zusetzt, dann können wir uns mit etlichen Metern Durchmessen (Wasser von unten nach oben) - was das Zusezten angeht - ganz beruhigt zurücklehnen - würde ich sagen.

    Update zum Fischbesatz: Beim mir scheint jetzt der Bestand stabil zu sein. Es scheinen von allen Arten welche überlebt zu haben. Somit denke ich, dass ich eine Auswahl gefunden habe, die dem Biotop angemessen erscheint und sich dort selbständig von den verfügbaren Ressourcen ernähren kann.


    @Appiano ich füttere ja nicht zu. Somit habe ich keinen zusätzlichen Nährstoffeintrag. Der Unterschied ist der, dass Fadenalgen oder Kleinstlebewesen gefressen und somit nur schneller/früher dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Kois oder Goldfische sind eh nicht mein Geschmack aber wären dann auch sowieso aus der Auswahl rausgeflogen, weil ich die hätte füttern müssen.


    Aber ja, zum Thema Bakterien kann nich noch nicht viel sagen. Hier muss ich zu gegebener Zeit mal eine Wasseruntersuchung machen (lassen).