Lecksuche bei unserem Schwimmteich aus Folie und innenseitiger Holzauskleidung

  • Hallo liebe Leute,


    ich suche eine Lösung für unseren leckgeschlagenen Schwimmteich.


    Seit 6 Wochen suche ich nun schon nach dem Leck, unter anderem hatten wir auch schon eine Leckortungsfirma vor Ort, leider ergebnislos.


    Aber von Anfang an. Wir haben in Selbstbauweise vor 1,5 Jahren einen Schwimmteich gebaut. Der Teich ist mit senkrechten Wänden erstellt worden, mit Fließ und PVC Folie ausgelegt und anschließend die Seitenwände mit einem Ständerwerk aus Lärche ausgekleidet. Innen haben wir dann alles mit Lärchenbrettern beplankt. Anschließend wurde die Folie außen an das Ständerwerk herangelegt und verfüllt.


    Wir haben auch einen Bodenablauf, Skimmer und 5 Einströmdüsen. Das System hat bis vor 6-8 Wochen solide funktioniert.


    Dann ist der Wasserstand täglich um ca. 2cm gefallen. Verdunstung konnten wir relativ schnell mit dem Eimertest ausschließen. Der Wasserstand war mittlerweile unterhalb des Skimmers angekommen, den Bodenablauf haben wir mit einem Ball verschlossen und die Einlaufventile ebenfalls geschlossen. Nach ca. 3 Wochen haben wir dann auch die Leckhöhe eindeutig bestimmen können, ca. 95cm unter der Beckenkante- hat ja fast fortwärend geregnet. Absuchen der Folie entfällt natürlich da ja alles mit Lärche beplankt ist.


    Hatten mittlerweile eine Leckortung vor Ort. Verfrahren: Widerstandsmessung, eine Elektrode im Teich und zwei Elektroden außerhalb des Teiches. Die Außenelektroden sollen die Annährung an die lecke Stelle ausmessen. Das Verfahren kommt aus der Leckagesuche am Flachdach- hat sich aber als völlig ungeeignet erwiesen. Ergebnislos und abgehackt.


    Wir haben anschließend eine Lecksuche mit Farbstoff und danach auch mit Uranin und UV Licht versucht. Uranin sieht beeindruckend unter UV aus, ein Ergbenis haben wir aber auch nicht erhalten.


    Meine Frage: Kennt jemand von euch noch ein Verfahren um das Leck zu orten?


    Ich habe mittlerweile sehr viel Recherche im Netz durchgeführt. Ein Meßverfahren geht über eine elektrische Potentialmessung von innen nach außen. Mein Vertrauen dazu ist überschaubar und sündteuer- fällt eigentlich aus.


    Ein Verfahren habe ich noch als nahezu sicher gefunden, die Ortung mit dem "Leak Track 2400" oder auch älteren Modelvarianten 2200er oder 2100er von der Firma Anderson in den USA. Leider konnte ich dieses Verfahren bei nur 2 Firmen in Süddeutschland finden. Die Anfahrt wurde von den Firmen abgelehnt, wir befinden uns unterhalb von Hamburg.


    Ich stecke so sehr in der Sackgasse, dass ich versucht habe das Gerät "Leak Track 2400" zu kaufen- ist sündteuer. Gerät bezahlt und anschließend die Info erhalten, dass das Gerät nicht verfügbar ist. Das selbe bei allen beiden anderen Anbietern. Erst wieder ab Februar lieferbar. Wieder eine Sackgasse.


    Neben möglichen Lösungsvorschlägen freue ich mich natürlich auch wenn jemand einen Leak Track besitzt und ich mir diesen ausleihen würde. Mietgebühr und ein ordentlicher Pfand wäre natürlich selbstverständlich.


    Ich freue mich auf eure Vorschläge und Ideen.

    • Offizieller Beitrag

    Blöde Geschichte . Sinn macht wahrscheinlich nur, das Wasser abzupumpen und auf Höhe der Wasserlinie die Bretter zu entfernen. Wirst du eh machen müssen, auch wenn du annähernd weist , wo das Loch ist. Scheint ja so , als ob sich etwas in die Folie gedrückt hat.

    Liegt ein Vlies zwischen Holz und Folie ?

  • Ja, ein orderntliches Flies haben wir natürlich unter der Folie verarbeitet.

    Ich kenne allerdings nur die Höhenlage, die Position in Längsrichtung ist völlig unbekannt. Alle Bretter abnehmen (sind genagelt) kommt einer Komplettdemontage sehr nahe.

  • Viel Glück mit diesem Leak Tracker, das Ding ist kostspielig und wird hoffentlich das gewünschte Ergebnis liefern.


    Hast Du schon an ein Bodenmikrofon gedacht? Wir hatten ein Leck in einem unserer Heizkreise im Haus. Der Heizungsbauer kam mit einem Bodenmikro, einem Verstärker und Kopfhörer und lief die Leitung ab. Schliesslich wies er einen Punkt im Innenhof als den Ort des Problems an. Da liegt das Rohr ca 120 cm tief vergraben, in einem Schutzrohr und umgeben von einer ca 15cm dicken Mossgummiisolierung. Ich glaubte ihm anfänglich kein Wort aber dann durfte ich mit dem Mikro selbst eine Ortung machen und ich muss sagen, die 'unterirdischen Tropfen' waren glasklar zu hören. Und natürlich hat der Bagger daraufhin die angegeben Stelle auf ca 5 cm genau bestätigt.

    Jeder bessere Klempner sollte so ein Mikro haben.

  • Ich verstehe deine Vorgehensweise nicht so ganz. Denk doch mal nach: Mal angenommen du findest das Leck, was tust du dann? Genau, die Bretter abreißen... . Da du eigentlich keine andere Wahl hast, würde ich genau damit anfangen! Statistisch gesehen, müsstest du die undichte Stelle nach der Hälfte gefunden haben... . Und, es ist letztendlich billiger (und wahrscheinlich auch schneller) als tausende EUR für irgendwelche dubiose Leckortung auszugeben. Wie gesagt, abreißen wirst du am Ende doch ein paar Bretter müssen ...

    Ach ja, ich würde beim Wiederbefestigen diesmal Schrauben nehmen...

  • Ich würde den Wasserstand auf Leckhöhe setzen. Dann ein Farbstoff oder ganz einfach (Dosen-)Milch im Randbereich verteilen.

    Stück für Stück Milch und dann den Wasserstand etwas erhöhen.

    Ich ging mit Hunger einkaufen. Bin jetzt Besitzer einer Schlachterei8)

  • Danke für die Antworten.

    Bodenmikrofon habe ich mit mehreren Leckortern besprochen, sollte hierfür ungeeignet sein.

    Bretter abnehmen würde das vorherige Herausnehmen der äußeren Verfüllung bedeuten und nicht nur bis zur Leckagehöhe, sondern bis 1,9m tief. Bei einem gefundenen Leck würde ich von außen freigraben und flicken.

    Farbstoff, Uranin und Milch habe ich leider ergebnislos auf Höhe des Leck Niveaus ausprobiert.

    Sägemehl hat bisher leider nicht funktioniert da ich bisher keine absolute Windstille hatte.

    Einen Leak Trac habe ich bisher noch nicht gefunden.

  • Also ich vermute mal, deine Innenverkleidung besteht aus senkrechten Brettern...richtig? Wenn dem so ist, reicht es doch, jeweils eine 20-30 cm breite Stelle freizulegen (zwei Bretter abnehmen), nach dem Leck suchen, dann wieder schließen und das selbe dann daneben, Dazu muss man nicht dahinter aufgraben. Oder wie hast du das ganze konstruiert? Stell doch mal ein Bild rein...

  • Hallo,

    ja richtig. Wir haben senkrechte Bretter zur Verblendung. Das Bild zeigt einen Ausschnitt- sieht gerade etwas gerupft aus, da ich ringsumher Dielen temporär zum Wässern entfrenen mußte.

    Jedes Brett ist mit 8 Nägeln angeschossen und kaum zerstörungsfrei zu entfernen. Folglich müßte ich bei der Entfernung nahezu jedes Brett erneuern und wahrscheinlich auch noch einhobeln. Von Außen kann ich mehr oder minder gut freigraben, ist aber ohne geortetes Leck extrem anstrengend.

    Auf der Rückseite legt sich die Folie an das Ständerwerk und ist von außen verfüllt.

  • Oh je, auch noch angeschossen... . Ich bin ja kein Fan von diesen Schnell-Nagel-Apparaten ... Verarbeiten geht schnell, aber wehe, man muss irgendwo nochmal dran!


    Du hast geschrieben, du wolltest die Folie sowieso von außen flicken, wenn du weist, wo das Leck ist. In dem Fall würde ich einfach irgendwo anfangen zu graben und mich dann langsam vorarbeiten. Du brauchst ja nur einen Bereich von 1 - 1,5 m auszugraben, danach nur noch von vorne nach hinten schaufeln. Vielleicht erinnerst du dich ja auch wie das beim Hinterfüllen war, waren da irgendwo besonders kantige Steine dabei ...?

    • Offizieller Beitrag

    Ist direkt an der Beleuchtung , könnte da die Kabeldurchführung undicht sein ? Was geht den noch alles durch die Folie? Wenn du eine EPDM verbaut hast, die kann schon einiges vertragen und ist bis zu 400 % dehnbar.

    Je nach Bodenverhältnissen und genug Wasserverlust dürfte man außen auch irgendwann einen feuchteren Bereich sehen.

  • Die Beleuchtungen (Kabel) haben keine Foliendurchbrüche. Habe schon 3 Lampen aufgegraben, kein Defekt. Wir haben nur die Bodendurchführungen und die Wasserzuleitungen oberhalb des Leckniveaus durchbrochen. Bodenablauf ist recht sicher ausgeschlossen und der obere Durchbruch ist oberhalb der Leckage. Sollte also schon ein Foliendefekt sein.

    Leider kein EPDM aus Kostengründen verbaut, heute ärgere ich darüber. In unsetrem Fischteich hält EPDM schon 15 Jahre. Seufz


    Ja graben. Alle 2-3 Tage 120cm aufgraben, prüfen und wieder verfüllen. Mach ich schon, bisher ohne Erfolg. Unser Boden ist zudem unterirdisch schwer zu bewegen. Blauer Boden im Marschland.

  • das ist wirklich bitter, hoffe das klappt mit dem Lecksucher. trotzdem ein Mordsaufwand, aus Angst davor habe ich meine Holzverkleidung nicht hinterfüllt (obwohl ursprünglich geplant) und geschraubt, v.a. die Balken quer angebracht. möchte nicht klug daherreden, aber ev. Anregung für andere Mitleser geben. auch so ist ein Leck immer noch ein Albtraum...

    viel Erfolg!

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