Phosphat nach Winter viel zu hoch

  • Hallo in die Runde.

    Wir haben im letzten Jahr viel Fadenalgen gehabt aber das Wasser war immer klar. Jetzt nach dem Winter wurde das Wasser grün. Der Filterbereich wurde rückgespühlt, der Teichschlamm (war nicht viel) abgesaugt und die Pumpe angeschlossen. Wasser ist jetzt nach 1 Woche wieder klar. Heute habe ich dann mal die Wasserwerte überprüft: KH 10 , GH unter 3 , ph 6,8 und jetzt kommt es: Phosphat 1mg/L. Den Phosphatgehalt habe ich immer mit Tröpfchentest gemacht und nie etwas festgestellt, jetzt verfärbt die Flüssigkeit sofort blau. =O

    Was mache ich jetzt am besten?

    Viele Grüße Holger

  • Frage ..


    Hast du vorher kräftig rückgespühlt ?


    Ich hatte Phosphat vor dem anwerfen der Pumpe gemessen ... fast nix


    Im Rückgespühltem Wasser .. Katastrophe


    Und derzeit Tendenz steigend ..


    Demnach: entweder hat mein Kies ein Problem .. oder aber die zersetzten Reste im Kiesfilter sind das Problem ..

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,

    beim Tröpfchentest kommt es immer auf die Genauigkeit an. Da du letztes Jahr schon Probleme mit den Algen hattest, würde ich auf dein Füll- bzw. Nachfüllwasser tippen .

    Hast du das schonmal untersucht bzw. eine Untersuchung vom Versorger ?

    Nächste Fehlerquelle wäre der Kies . Was hast du verbaut ?

    Und sollte die Gesamthärte passen, ist hier auch Handlungsbedarf mit z.B. Austernschalen.

  • Ja der Gh ist viel zu niedrig . Vermutlich auch durch viel Regenwasser über Winter, das ist meist zu weich . Ph ist auch sauer also zu niedrig . Der Schwank aber auch normal etwas im Tagesverlauf .

    Nur mit Austernschalen wird man denn Gh garnicht richtig hoch bekommen.

    Hast du mal dein Füllwasser getestet ?

  • Hallo,

    Im letzten Jahr haben wir nach einem Gewitter viel Regenwasser in den Teich bekommen, sonst Brunnenwasser ( ist als Nachfüllwasser ok und auch getestet) . Als Drainagekies haben wir Lippekies ( sollte ok sein laut ansässigen Teichbauer ) und sonst Aquagran . Muschelschalen haben wir drin. Ich wollte aus den Shop KH plus kaufen und Phosphatbinder und hoffe das es dann besser wird.

    Gruß Holger

    • Offizieller Beitrag

    Also ist Oberflächenwasser in den Teich gelaufen ? Das würde einiges erklären. Mit dem normalen Phosphatbinderblock wird es nicht reichen. Würde entweder den Phosphatentferner oder den Turbophosphatentferner empfehlen. Beide nicht überdosieren und erstmal mit 1 oder zwei Liter anfangen. Lieber nach 14 Tagen nochmal wiederholen und dann beobachten was die Werte machen .

    Und sicher , das das Brunnenwasser phosphatfrei ist? Kann sich halt im laufe des Jahres stark verändern, da Hausbrunnen nicht sonderlich tief sind.

  • Ja Brunnenwasser ist mit Vorsicht zu genießen da stimme ich Kotzbrocken voll zu . Meistens zu weich und mit Phosphat belastet und die Werte können sich mal ganz schnell ändern .

    Um die Wasserhärte langfristig zu erhöhen kann man auch reinen Vogelkrit im Flachwasser auf die Kiesflächen streuen. Und natürlich die Austernschalen auslegen . Ruhig auch mal 2 Sack bei so niedrigen Werten

  • okay, danke für die Tipps. Also Oberflächenwasser kann nicht in den Teich kommen, da wir den Teich mit Deich aus den Boden raus gebaut haben. Muschelschalen hängen im Biodrain und der Kies ist oberhalb der Wasserlinie. Ich denke das ich den GH Wert erhöhen muss, da such die Pflanzen nicht richtig wachsen. Werde wohl mal einkaufen müssen. Den Hanna Checker werde ich mir zum Testen auch mal gönnen...

    Werde in den nächsten Wochen mal berichten.

  • 🤣 . Ja Muschelgrit, Vogelgrit ... Das wird denke ich überall anderst genannt . Genau gibts z.b. auch beim Raiffeisen. Um so feiner um so besser kann es aufgelöst werden . Wenn die Frau nicht daheim ist , einfach mal denn Thermomix mit füllen 8o .

    Ich würde auch mal das Leitungswasser testen lassen ? Wenn das gut ist würde ich mir Gedanken über einen Gartenwasserzähler machen . Der Einbau der Zählerstrecke ist nicht Teuer , ich hab das sogar selbst gemacht . Und ich zahl hier für denn m³ ca. 1 Euro da die Abwassergebühr wegfällt.

    Aber wie gesagt vorher erst mal testen das Wasser . Werte kannst du ja hier posten und wir kucken mal drüber .

    Grüsse Timo

  • Hallo,

    Ich habe den Phosphatentferner über die letzten Wochen in den Teich gekippt, gestern den Rest. Wir haben 45000 Liter Wasser im Teich und der Entferner soll für 100000 Liter reichen. Gestern hatten wir laut Hanna Checker noch 1,08 Gehalt. Das Brunnenwasser habe ich nur mit Tröpfchen-Test überprüft, hat kein Phosphat und ist sehr hart. Muschelgrit ist auch drin. Da wäre ein Teilwasserwechsel ja günstiger, als diese ganzen Mittelchen. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig.

    Mir ist noch eingefallen, dass wir im Februar noch einen Rest Fadenalgenmittel in den Teich gemacht haben, den wir geschenkt bekommen haben, könnten die Werte davon in die Höhe schießen?

    VG Holger

    • Offizieller Beitrag

    Es sind anscheinend wieder Fadenalgenmittel im Umlauf, die mit Phosphatüberdüngung arbeiten. Deklariert wird der Wirkstoff Salicylsäure, aber zusätzlich wird Phosphat in hoher Konzentration beigemischt. Das ist eine alte Rezeptur und hat in Schwimmteichen schon viel Schaden angerichtet. Auch in meinem. Siehe Studie .Es ist aber vermutlich günstiger als die reine Verwendung von Salicylsäure. Ich bin darüber gestolpert, weil unser holländische Lieferant mir nicht mehr garantieren wollte, dass sich kein Phosphat in dem "biologischen" Fadenalgenvernichter befindet.

    Daraufhin haben wir die Ware zurückgesendet und den Anbieter gewechselt. Diese Fadenalgenmittel können den Phosphatwert um das 500 fache erhöhen. In der Folge können sich auch schwarze Flecken auf der Folie oder in deinem Fall auf der Beschichtung bilden. Bleibt abzuwarten, ob sich das mit Phosphatbindemittel wieder in den Griff bekommen lässt. Normalerweise muss man mindestens einen Wasserwechsel vornehmen.

  • Hallo Ralf,

    Das sieht dann aber böse aus. Ich habe mal nachgeschaut, dass Mittel hatte diese Salicylsäure , war aber nicht aus deinem Shop. Ich habe mir die Studie durchgelesen und es könnte sein das ich einen mehrmaligen Wasserwechsel machen müsste. Da bekomme ich langsam Panik. Wann kann ich das denn ungefähr abschätzen, wie der Phosphatentferner wirkt? Der wird ja auch seine Zeit brauchen.

    VG Holger

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!