Aus alt mach neu

  • Liebe Teich-Profis,


    ich lese schon seit einiger Zeit in diesem tollen Forum und habe dadurch schon sehr viel interessantes von euch lernen dürfen.

    Nun zu meinem Projekt: Wir haben einen 10 Jahre alten Schwimmteich, der seinerzeit von einer Fachfirma aus Niederösterreich gebaut wurde. Leider funktionierte der seit Beginn nur mäßig und diesen Sommer waren schließlich die spärlichen Filterrohre so verlegt, dass das System nicht mehr funktionstüchtig ist. Da die Filterzonen nur ca 35cm tief sind und die Fläche sehr bescheiden, denke ich, es wäre am besten, den Teich neu und nach heutigem Standard zu gestalten.

    Der momentane Teich ist erdmodelliert, 8 x 4 Meter und von 1,5m abfallend bis 1,7m tief.

    Nun würde ich eine Bodenplatte betonieren, meint ihr genügen hier 10-15cm, der Boden ist dort durch den Wasserdruck der letzten 10 Jahre sicher sehr hart. Weiters würde ich die Wände aus Styroporsteinen bauen, hat hier jemand Erfahrung? Technik soll aus dem Shop kommen, wie in den Ratgebern empfohlen. Ich würde hier die Filterkombi Bogensiebskimmer nehmen, wie tief sollte die Pumpe unter dem Wasserniveau stehen? Eine Tiefenabsaugung unter dem Skimmer sollte über dem Niveau der Pumpe sein denke ich....

    Die Klärzone, die momentan nur 35cm tief ist, würde ich auf 70cm vertiefen, dann noch einen Wasserüberstand von 15cm planen. Verbauen würde ich einen Bioflow, der in 2 Richtungen gehen soll. Gibt es da eine Maximallänge der Verteilerrohre?

    Meine Frau möchte aus dem alten Teich möglichst Pflanzen "retten" und im neuen Teich wieder einsetzen...ist das sinnvoll, ich bin da eher skeptisch....


    Verzeiht bitte die vielen Fragen ;-)


    Lieben Dank schon für eure Expertisen, Wolfgang


    Plan Teich neu

  • Hallo WOLEDI

    Zum Pflanzenretten kann ich deiner Frau zustimmen. Ich hatte es bei meiner Umbaumaßnahme ähnlich gemacht. Über Ebay-Kleinanzeigen einen billigen Aufstellpool kaufen, mit etwas Wasser füllen und die zu rettenden Pflanzen rein. Zwischendurch das Wasser wechseln, sonst kippt es um und stinkt!


    Hast du Bilder vom vorhandenen Teich?

    "Plan Teich neu " kann ich nicht öffnen.


    Andreas

    Ich ging mit Hunger einkaufen. Bin jetzt Besitzer einer Schlachterei8)

  • Hallo Wolfgang ,

    sieht doch schon sehr gut aus dein Plan .

    Bodenplatte unbedingt ,ich hab damals keine gemacht und nur eine Sauberschicht Sand verdichtet . Jetzt hat mein Robi mit leichte Dellen am Boden zu kämpfen die er nicht richtig reinigt . 10cm mit einer Lage Baustahlmatten reicht ,am Rand wo die Mauern draufstehen würde ich auf 15 cm gehen.

    Bei denn Styroporsteinen sehe ich evtl. ein Problem wenn die Folie eingeschweißt wird . Ich geh mal davon aus das eine Pvc Folie zum Einsatz kommt . Die muss mit ca. 400-450 grad verschweißt werden . Das geschieht dann direkt auf denn Styrosteinen . Ich könnte mir vorstellen das da Ruckzuck mal ein Stein anschmilzt und eine Delle entsteht.

    Bei Chlorpools in der Bauweise wird ein fertig verschweißter Foliensack eingehängt da sieht das anderst aus .

    Die meisten bauen hier deshalb mit Betonfüllsteine . Ich hab 17,5 er genommen , manche nehmen auch 20er oder 24er .

    Die Pumpe sollte auf der selben Höhe wie dein Bsf später stehen . Also sollte der Technikschacht ca. 1,10m Tief sein ( Höhe Bsf + ca. 10cm ) und ca. 1,5x2 meter dann hast du genug Platz .

    Tiefenansaugung hab ich auch aber ehrlich gesagt noch nie gebraucht . Aber sicher ist sicher also lieber eine einbauen . Meine sitz in ca. 50cm Wassertiefe , also irgendwo zwischen skimmermaulunterkante und Pumpe .

    Beim Bioflow kannst du ca. 10meter lange Abgänge einbauen. Also so wie er im Plan sitz passt das .

    Grüsse Timo

  • Was soll bei einem Styroporstein anschmelzen und wie eine Delle entstehen? Hast Du mit diesem Material schon mal gearbeitet Landwirt ? Denke nein.


    Wie auch Betonschalsteine müssen Styroporsteine mindestens gespachtelt und bestenfalls auch genetzt werden. Da schmilzt dann nichts mehr. Tausende Teiche sind schon so gebaut worden. Bei einer PE-HD Folie kannst Du dir das auch sparen, aber wird ja kaum mehr Verwendung finden.


    Wie kommst auf eine 10cm Betonplatte und am Rand 15? Warum bewehren? Kennst Du den Boden? Der User schreibt der Boden wäre sehr hart. Bei Lehm oder Ton genügen sogar 5 cm, die Bewehrung kann man sich sparen, dafür bitte mit einem Flügelglätter glätten, dann ersparst Dir die Spachtelei am Boden.


    Warum sollte die Pumpe auf der gleichen Höhe wie der BSF stehen? Kannst mir das erklären? Und wenn die Pumpe 100m tiefer steht ändert sich zwar die geodätische Druckhöhe, der Druckverlust wird immer der gleiche bleiben.


    Und warum sollte ich sicher um sicher und noch sicherer zu gehen eine Tiefenansaugung bauen? Gibt es einen logischen Grund? Ich kenne bei einem Teich ohne Koi´s KEINEN. Die verbauten Teile sind allesamt nicht in Verwendung, unnütze Geldverschwendung und zusätzliche Fehlerquelle.


    Beim Bioflow 10m lange Abgänge zu machen funktioniert mit 300-500li Normalbeschickung mal auch bestimmt nicht. Was soll da noch bei D100 am Ende ankommen? System teilen und auf 5-6 m Länge einfach doppelt ausführen, wenns schon Ralf´s Wunderdinger sein sollen. Ansonsten teilgelochte DN 70er nehmen, da funktionieren 10m auch im Praxistest. Aber der User selbst schrieb schon von einem geteilten System.


    Immer wieder spannend wie so manche User hier mit wohl hellsichtigen Augen Tipps und eine Ferndiagnose abgeben. Ich würde mich mal grundlegend selbst in die Materie einlesen. Ralf Glenk hat tolle Informationen auf seiner HP zusammengefasst. UND ERST dann würde ich hier spezifische Fragen stellen.


    Gutes Gelingen

    Franz

  • Ich danke Euch für eure Meinungen! Ich möchte mit meinen Fragen allerdings nicht erreichen, dass beim Diskutieren auf den richtigen Ton vergessen wird. Schließlich ist dieses Forum zum Meinungsaustausch da und wenn jemand meint, dass er sich über irgendetwas ärgern muss, soll er doch bitte sachlich bleiben oder auf Kommentare verzichten!

    Nochmal kurz zum Bioflow: wenn ich in 2 Richtungen jeweils 6 Rohre a 5 Meter Länge abgehen lasse, würde das genügen?

    2. Frage noch...wie hoch sollte optimalerweise der Wasserüberstand im Pflanzenbereich sein, wären hier 15 - 20cm o.k.?


    Mit lieben Grüßen Wolfgang

  • Das mit den Bioflow-Rohren sollte auf jeden Fall so passen!


    Zu Deiner 2. Frage:

    Das kommt hauptsächlich auf Deine Pflanzen an, was die denn so mögen...

    Je niedriger desto schneller heizt sich das Wasser auf und desto schneller wachsen auch die Algen (außer Du ziehst den Kies gleich bis über die Wasserlinie). Aber dann hat man halt die "Kieswüste"... ;-)

    Bei mir läufts es von ca. 30 cm Tiefe zum Rand hin flach aus, das sieht gut aus und funktioniert bisher hervorragend.


    Zu Deinen Punkten oben:

    Bzgl. Bodenplatte und Styroporsteine kann ich Dir nicht helfen, hab ich beides nicht.


    Bei der Pumpe ist es zusammengefasst wichtig, dass sie nicht über dem Niveau des BSF-Ausgangs steht, da die Pumpe ja nicht ansaugt, sondern das Wasser per Schwerkraft da rein fließt. Meistens steht sie deshalb auf gleicher Höhe, weil beides im Technikschacht auf dem Boden steht. Soll aber auch Leute geben, die haben es mit der Tiefe ihres Technikschachts etwas übertrieben (*hüstel), da steht der BSF dann auf Konsolen und damit höher als die Pumpe.

  • Betreffend Bioflow würde ich Ralf mal direkt kontaktieren.

    Aber bei 6 Rohren auf 5 m mal 2..., da würde ich grundsätzlich über 2 Leitungen anspeisen und auch 2 getrennte Systeme bauen. Also auch 2 Schächte. Ebenso würde ich, wenns unbedingt dieses System sein muss mit 2 Pumpen zb. Vario 10.000 arbeiten und direkt anspeisen.

    Muss aber nicht sein, eine 20er Vario oder die 20er VarioPrime mit Y-Stück machts auch, dann solltest Du aber auch gleiche Leitungslängen haben, oder 2 Hähne fürs Anpassen, wenns ganz genau sein soll.


    Habe erst heute Deinen Plan gesehen. Der Wasserfall ist nicht günstig situiert. Am besten immer gegenüber dem Skimmer, damit auch der (Oberflächen-) Flow richtig funktioniert. Bei Schwerkraftsystem überhaupt eine Voraussetzung.


    Ich würde NIE mehr ein ALL-IN-ONE System wählen. Ich baue nun meinen 4ten Teich,, auch der ist geteilt. Getrennte Einheiten sind Pflicht, möchte man "poolähnliche" Verhältnisse haben.


    Um den Poolcharakter zu vermeiden, baue ich grün getönte Scheiben zwischen Bio und Schwimmbereich ein, ca. 250/60cm, dazwischen die Mauerwerkspfeiler mit Naturstein. Ähnlich den Japankoiteichs.


    Der Reinigungsaufwand in einem getrennten System ist um Welten einfacher. Durchströmung der Becken im Kiesbereich mit 110er Verbindungen, in Japanmattenkasten eingebaut. Da gibt es nahezu "NULL" Sedimente im Schwimmbereich.


    Voraussetzung: Feinste mechanische Filtration. Das System von Ralf mit den Socken vor der Biozone ist zwar gut gemeint und billig, aber zu wartungsintensiv.


    Ich habe einen 100,000 li Trommelfilter (für 200 m3) und würde von Beginn an selbigen einplanen. Es gibt gute Geräte ab € 1.500,- (für 20-30m3/hr), da würde ich mir nie einen Siebfilter kaufen.


    Deine "alten" Pflanzen ganz einfach in die berühmten Mörteltröge in Wasser stellen und im Freien überwintern. Ewig Schade um die Pflanzen mit einem entwickelten Wurzelballen. Es jammern hier genug rum, wo die gekauften Pflanzen nicht in die Gänge kommen und absterben.


    Zur Biozone: Mache sie doch verlaufend zum Ufer, ich würde so bei 60-10cm landen. Für Seerosen mal einen Bereich mit 70-80cm planen (Ohne Biodrain) falls gewünscht.


    Edit: Halvar_AE : Wie Selbiger richtig schreibt sollte KEINE Pumpe über Teichniveu stehen. Wer macht das schon? Wo die Pumpe steht ist bei einem Vorfiltersystem mit Schwerkraft vollkommen egal, Hauptsache unter dem Wasserspiegel, aus dem Gesetz der kommunizierenden Röhren oder dem hydrostatischen Paradoxon laut Pascal kannst Du die Pumpe auch Richtung Erdmittelpunkt stellen, 100 Meter tiefer und ändert sich bei einem Schwerkraftsystem nichts an der Druckhöhe.


    Gutes Gelingen und

    LG Franz

  • Da gibt es nahezu "NULL" Sedimente im Schwimmbereich.

    Warum denn das? Die Sedimente entstehen doch nicht nur aus dem, was aus dem Reinigungsbereich "rüberschwappt", sondern insbesondere durch die Sachen, die direkt in den Schwimmbereich eingebracht werden. Also Blätter von umstehenden Bäumen, Millionen von toten Insekten ;-), Blütenstaub, und - insbes. in kinderreichen Haushalten (ich spreche da aus Erfahrung) nicht zu vernachlässigen - all der Dreck den man an Füßen oder Badehose kleben hat...


    Insgesamt würde ich aber schon zustimmen, dass die Reinigung mit zwei getrennten Becken einfacher ist. Über die Optik lässt sich bekanntlich streiten ;-)

  • Aus meinem BIObereich "schwappt" da nichts rüber, weil der regelbare Übergang IM Kies und in einem "Japanmattenkasten" eingebaut ist. Folglich kommen keine schwimmenden Sedimente aus dem Biobereich. Das System (ohne Mattenfilterung) hat ja Ralf auch in seinen Dokumentationen gut dargestellt.


    Sachen die direkt in den Schwimmbereich kommen SOLLTEN sofort mittels Skimmer abgesaugt werden. Darum entsteht auch in den neuen Teichen die 4 Skimmer-Methode, 2 Stk BIO, 2 Stk Schwimmzone, zumindest je zwei Stück, wenn man die Windrichtung nicht genau kennt und eine doch anspruchsvolle Größe wie ich um die 200m2 hat.


    Beste mechanische Vorfilterung und wenn möglich eine Vorbiologie samt UVC-Reaktoren wie bei unseren Koifreunden kann ich nur Jeden empfehlen. Das System funktioniert um ein Vielfaches besser.


    LG Franz

  • Sachen die direkt in den Schwimmbereich kommen SOLLTEN sofort mittels Skimmer abgesaugt werden.

    Zwischen sollten und werden ist ja dann doch ein kleiner Unterschied.

    Damit das so wunderbar funktioniert braucht es eine Strömung dass Du Dir eine Gegenstromanlage sparen kannst :-)


    Ich bleib dabei - getrennte Becken erleichtern die Reinigung bestimmt und schützen den Schwimmbereich insbes. vor Fadenalgen.

    Die Menge an Sedimenten die bei nicht getrennten Becken vom Reinigungs- in den Schwimmbereich eingebracht wird ist jedoch vernachlässigbar.

  • .....

    Die Menge an Sedimenten die bei nicht getrennten Becken vom Reinigungs- in den Schwimmbereich eingebracht wird ist jedoch vernachlässigbar.

    Sorry, aber wer so etwas schreibt hat keine Ahnung und Erfahrung. Soll so sein. Es war nur ein Tipp an den TE und möchte ich mit Dir in seinem Thread schon gar keine Disskusion starten. JEDEM das Seine.


    LG Franz

  • Ich würde ja eine Variante mit getrennten Becken bevorzugen, meine Frau lehnt das aber ab...

    Wie funktioniert die Aufstellung des Trommelfilters, der kommt wahrscheinlich statt dem BSF, soll aber laut Beschreibung 10cm ÜBER Wasserspiegel aufgebaut sein :/ Ist der dem BSF überlegen und weniger reinigungsintensiv?

    Zum Bioflow: 2 getrennte Becken bedeuten eine Trennwand in der Pflanzenzone, damit 2 Kompartimente entstehen?

    Wenn man ein 2 Skimmer System bauen würde, wären die wohl gegenüber, 2 Systeme mit einem gemeinsamen Bioflow?

    Liebe Grüße Wolfgang

  • Ich gebe hier nur meine Meinung ab.

    Ich würde ja eine Variante mit getrennten Becken bevorzugen, meine Frau lehnt das aber ab...

    Wie funktioniert die Aufstellung des Trommelfilters, der kommt wahrscheinlich statt dem BSF, soll aber laut Beschreibung 10cm ÜBER Wasserspiegel aufgebaut sein :/ Ist der dem BSF überlegen und weniger reinigungsintensiv?

    Zum Bioflow: 2 getrennte Becken bedeuten eine Trennwand in der Pflanzenzone, damit 2 Kompartimente entstehen?

    Wenn man ein 2 Skimmer System bauen würde, wären die wohl gegenüber, 2 Systeme mit einem gemeinsamen Bioflow?

    Liebe Grüße Wolfgang




    Wer schreibt hier von 2 getrennten Becken? 2 Systeme von Ralf waren mit dem Biofow für deine Anlage gemeint. Wie vor geschrieben sind die Anleitungen von Ralf lesenswert.


    LG Franz

  • Bitte den Ball flach halten und sich an einen vernünftigen Umgangston halten. Sonst heißt es wieder und „Tschüss „ .

    Und bitte wo war hier kein vernünftiger Umgangston? Was bilden Sie sich ein? Ich habe hier nur meine Meinung und Erfahrung mitgeteilt. Ebenfalls zu Ralf´s Produkten empfohlen.


    Aber wenn hier keine Hilfe und Erfahrungen meinerseits erwünscht sind ziehe ich mich gerne wieder zurück. Dafür brauch ich Sie nicht HERR KOTZBROCKEN.

  • den Einwand mit dem Wasserfall muss ich nochmal aufgreifen, ich würde den auch gegenüber des Skimmers positionieren. Das haben wir auf jeden Fall auch so gelöst.


    Mit den Bioflows, sehe ich das genauso wie Halvar: das passt schon, wie von euch geplant!

    Jedes Ding hat 3 Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.

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