Verdunstung im Teich??

  • Hallo zusammen. Bei unserem neuen Teich (ca 18 m² Schwimmbereich und ca. 12m² Flachwasserbereich) verdunstet durchschnittlich ca. 3mm Wasser pro Tag. Das sind immerhin ca. 300Liter. Ist das eine normale Verdunstungsmenge oder denkt ihr dass das Wasser sonst irgendwo ablaufen kann? Ich frage mich was dann im Sommer ist wenn es mal über 30 Grad hat. Ist das normal? Wie sind eure Erfahrungswerte? Danke im Voraus. Marco :thumbup:

  • Je nach Wetterlage ...,
    nicht nur die Sonne auch viel Wind läßt Wasser verdunsten. Da braucht es nicht mal 30°C Lufttemperatur.
    Aber im Sommer kann schon mal bis zu 10 mm verdunsten.
    Womit füllst du denn nach?

  • Hallo. Ich fülle mit Leitungswasser nach. Ich dachte dass auch Regen den Teich etwas nachfüllt, seit der Teich befüllt ist ( ca. 2 Wochen) hat es aber kaum geregnet. Das bedeutet aber dass, wenn 1cm verdunstet, ich je nach dem bis zu 300Liter pro Tag nachfüllen muss bei ca. 30m2 Oberfläche. Pro Tag!!!??? 8|

  • Hallo Marco,


    ich würde auch sagen, alles ok und im grünen Bereich. Bei mir schwindet auch Wasser ohne Ende und ich muss nachkippen (Leitungswasser), bei mir ist der Schwund noch größer, bedingt durch einen Bachlauf mit Wasserfall.


    Insbesondere jetzt, mit schon etwas wärmeren Wassertemperaturen und kalten Nächten verliere ich am meisten. Im Hochsommer wenn es richtig warm ist, ist der Verlust deutlich geringer :!: . Weiß nicht ob es daran liegt, dass die Luft dann mit Feuchtigkeit gesättigt ist?!


    Eine Undichtigkeit kommt einen da schon mal in den sinn, aber wenn meine Anlage steht, also kein Bachlauf und kein Wasserfall, reduziert sich der Verlust deutlich.


    Habe mir einen Wasserzähler in die Garage gebaut sodass ich kein Abwasser zahlen muss. Also, alles erträglich, kostenmäßig.


    Ach ja, über nicht intakte Kapillarsperren, immer der erste Verdacht bei Wasserverlust, geht mir nix flöten, weil die habe und brauch ich ja nicht. Das solltest du also checken, ob da irgednwo wie mit einem Docht Wasser gezogen wird.


    Gruß Thomas

  • Die Verdunstungsmenge hängt in erster Linie vom Wind ab.
    Hier etwas Thermodynamik: Im Grenzgebiet zwischen Wasser und Luft ist eine dünne Luftschicht die stets mit 100% Wasserdampf gesättigt ist. Wenn nun Wind bläst, wird die gesättigte Luftschicht weggeblasen und die Wasseroberfläche liefert wieder Wasserdampf nach, der auch gleich wieder weggeblasen wird. Somit können erhebliche Wassermengen verdampfen.
    Im Sommer, wenn es oft windstill ist und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, kann deshalb viel weniger Wasser verdampfen als im Frühjahr mit viel Wind und niedriger Luftfeuchte.
    Ich habe im letzen Jahr rund 25m3 Leitungswasser nachfüllen müssen. Mit einer Uhr macht das rund 50€, also kein Problem. Dann kam dazu noch Regenwasser, aber nachdem es bei uns recht trocken ist, war das nicht all zu viel.


    Übrigens, ich war Heute im Teich! (18°C an der Oberfläche). :D


    Gruß Peter

  • Hallo


    Mein Teich verliert bis zu 3 cm am Tag, bei Wind und im Frühjahr mehr als im Sommer bei 35 Grad. Aber mit einem Bach neben meinem Grundstück und mittleren Wasserwerten macht das die automatisch gesteuerte Pumpe ohne Handgriff. Mach Dir keine Gedanken.


    Hans

  • Hallo


    Mein Teich verliert bis zu 3 cm am Tag, bei Wind und im Frühjahr mehr als im Sommer bei 35 Grad. Aber mit einem Bach neben meinem Grundstück und mittleren Wasserwerten macht das die automatisch gesteuerte Pumpe ohne Handgriff. Mach Dir keine Gedanken.


    Hans

    Obwohl 3cm pro Tag schon sehr viel sind.
    Kannst due weitere Details zu deiner "automatisch gesteuerten Pumpe ohne Handgriff" nennen, ggfls. mit Fotos?
    Hört sich interessant an.

  • Hallo,


    ich hatte bei der Planung nach darüber nachgedacht, dann aber beschlossen, dass ich sowie immerfort irgendwann einbauen kann. Ich wollte den Mechanismus aus einem WC-Spülwasser in den Skimmer bauen. Ich werde darauf aber verzichten, da seit dem Winter geradem 3 cm fehlen (nach dem absaugen hatte ich aufgefüllt).


    Grüße

  • Bei uns im Münsterland hat es seit Wochen nicht wirklich geregnet und wir müssen wohl Wasser nachfüllen. Wir überlegen, wie wir das mit dem Nachfüllen machen. Wir haben allerdings extrem phosphathaltiges Wasser und sollten dazu, so unser Schwimmteichbauer (den wir auch schon kontaktiert haben, der sich aber leider noch nicht zurückgemeldet hat), über eine Osmoseanlage nachfüllen. Hat jemand von euch so eine? Kann jemand da was empfehlen vielleicht? Gibt es die mobil oder muss die angeschlossen werden......Fragen über Fragen....ich wäre für eure Tipps sehr dankbar!

  • Stimmt schon, aber gestern ist kräftig was runter gekommen, Teich ist voll (auch Münsterland). Laut vorhersage soll bis Freitag noch einiges kommen, warte einfach noch ;)


    Ansonsten fülle ich mit Stadtwasser nach, klar ist das nicht ideal, hab aber keine negativen Auswirkungen festgestellt, und die letzten Wochen habe ich 30.000L nachgekippt. Real sind das aber immer nur ein paar Prozent vom Gesamtvolumen, das muss der Teich handhaben können :)


    Osmose halt ich für übertrieben, wie willst du das realisieren? Und : es kommt doch auch so viel rein (Pollen, Vogelkacke, Laub etc), auch alles kein Problem.

  • Ich fülle seit 2015 nur noch mit gefiltertem Regenwasser nach (ca. 3000l Reserve). Die Wasserwerte sind OK, soweit man das mit Amateurmitteln überprüfen kann. Der Pflanzenbereich sieht sogar besser aus als vorher.

    Wenn es allerdings noch ein paar Wochen nicht richtig regnet, könnte es knapp werden.

  • Bei uns ist jedes Gewitter elegant vorbeigezogen, vorgestern drei Tropfen Regen. Da sieht man mal wieder, das Münsterland ist größer als gedacht, Nitro :)


    Ich kenn den genauen Phosphatwert jetzt nicht, aber nach dem Einfüllen im letzten Jahr hat der Teichbauer zwei Wochen lang eine Pumpe laufen lassen zum Ausfällen des Phosphats. Und wir haben nach der anfänglichen Eintrübung klares Wasser..aber du wirst wahrscheinlich Recht haben, dass durch die Verdünnung kein großes Problem entsteht. Aktuell wird für morgen mit 90% Wahrscheinlichkeit Regen vorhergesagt.. ...wir warten noch ein bisschen ab. Der Vorschlag mit der Osmoseanlage kam vom Teichbauer.....ich hab keine Ahnung, ob das praktikabel ist. Leider konnten wir mit dem noch nicht sprechen.


    ukm, hast du eine Zisterne? Wir haben im letzten Jahr den Garten quasi auf links gedreht und nun auch alle Wege für einen Bagger zugepflanzt.....und ich glaub, mit Regentonnen kommt man da nicht weit, oder?

  • Ich habe 3 1300l-Regentonnen mit einem Sieb, das wohl "Regendieb" heißt, Dachfläche ist genug vorhanden. Vorher habe ich mit Leitungswasser nachgefüllt. Da können schnell mal 10000l zusammenkommen. Es geht nicht ums Geld für das Wasser, sondern ums Prinzip. Wenn schon "Naturpool", dann muss das auch mit "Naturwasser" funktionieren.

  • Moin,


    ich musste dieses Frühjahr auch öfter nachfüllen als letztes Frühjahr.

    Die Niederschlagsmenge hielt sich wirklich in Grenzen.

    Ich nutze dazu unser Brunnenwasser.


    Während des starken Polleneintrages war das Wasser für ca. 2 - 3 Wochen wegen Schwebealgen recht grün. Auch Fadenalgen wuchsen zu der Zeit recht "gut".


    Seit ca. 10 Tagen ist das Wasser wieder glasklar.

    Deswegen mache ich mir auch keine Sorgen, wenn ich mal wieder mit dem Gartenschlauch den Wasserstand auf Maximum bringe.


    Gruß, Olli.

  • Ich habe 3 1300l-Regentonnen mit einem Sieb, das wohl "Regendieb" heißt, Dachfläche ist genug vorhanden. Vorher habe ich mit Leitungswasser nachgefüllt. Da können schnell mal 10000l zusammenkommen. Es geht nicht ums Geld für das Wasser, sondern ums Prinzip. Wenn schon "Naturpool", dann muss das auch mit "Naturwasser" funktionieren.

    Zu "Naturwasser" würde ich aber nicht Vogelscheiße und andere Beläge zählen die unweigerlich auf Dächern vorhanden sind. Dachflächen sind eigentlich ein nogo für Nachbefüllung.

    Wenn jemand gutes Brunnenwasser hat, ok, ansonsten kann das auch fürchterlich schief gehen.


    Ich warte immer auf Regen, kommt nix, kommt Stadtwasser rein, finanziell unproblematisch da Wasseruhr dazwischen und von der Menge her unkritisch da nur im Verhältnis ein paar Prozent vom Volumen.


    Dieses Jahr übrigens schon so viel wie das gesamte letzte Jahr, insofern kann es so weiter gehen, ist eher ein Indikator für gutes Wetter :)

  • Ich fülle auch mit Stadtwasser aus der Leitung nach...ohne Wasseruhr, da bei uns erst ab 20m3 pro Jahr kostenlos ist.

    Da es hier aber viel regnet musse ich nur sehr selten nachfüllen. Ich fülle auch erst nach, wenn der Wasserspiegel soweit abgesunken ist, das der BSF anfängt Probleme zu machen. Dann kommen ca. 2m3 rein und gut ist erst mal wieder....bis zum nächsten Regen.

    Letztes Jahr hatten wir soviel Regen, das ich nie nachfüllen musste. Dieses Jahr brennt die Sonne hier oben, ich habe schon zwei mal je 2m3 nachgefüllen müssen.


    Das ich mit Stadtwasser befülle hat sich Algentechnisch jetzt nicht bemerkbar gemacht durch vermehrtes Wachstum oder so. Das einizge Manko das wir hier haben ist die Wasserhärte, die leider sehr hoch ist hier.


    Frage der Verdunstung: ca. 2cm pro Woche (Wasserfläche ca. 50m2) zur Zeit

  • Wir haben jetzt erst einmal abgewartet und .....es regnet tatsächlich richtig reichlich jetzt. Aber es fehlt auch schon ne Menge Wasser nach der Trockenheit. Bin mal gespannt, ob es reicht, was jetzt kommt.


    Brunnenwasser haben wir auch, aber das ist extrem eisenhaltig und bislang ungetestet. Würde ich jetzt nicht einfach ausprobieren wollen. Das nehmen wir nur zur Gartenbewässerung.

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