Umbau eines Güllebehälters zum Schwimmteich. sinnvoll?

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei einen ehemaligen Kuhstall zu einem Wohnhaus umzubauen. Als Auflage habe ich wegen der Lage im Außenbezirk einen Löschteich bekommen.
    Vorhanden ist ein ehemaliger Güllebehälter aus Beton. gut erhalten. 10m Durchmesser, knapp 4m tief entspricht ca. 320QM.
    Eben diese Typischen runden mit Maschendrahtzaun drum herum. Das Bauamt erlaubt mir auch den zum Löschteich umzubauen. aber geht auch ein Schwimmteich?


    Ich hab hier schon ein bißchen gelesen und schließe daraus, das man am besten ein zweites Becken zur Regeneration errichten würde. richtig?
    Aber wie groß müßte das denn sein bei 320 QM wasser? oder gibt es eine Möglichkeit den Behälter zu unterteilen in Schwimmbereich und Regenerationsbereich? andere Möglichkeiten? Hat jemand noch nie von solch einem Projekt gehört?


    im inet hab ich nur diese wenigsagenden Bilder gefunden: http://www.architekt-ohlow.de/BVSGroenau.html
    Der Pott ist der gleiche wie bei mir.


    Vielen Dank schonmal.


    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    willkommen im Forum.


    Das mit Lösch- bzw. Schwimmteich hatten wir letztens hier schon mal, klar geht das. Bei 4m Tiefe kannst du Tauchexpeditionen machen. Nein im Ernst, da müssen sich Experten zu melden.....


    Ich kann mir vorstellen, dass ein Regenerationsbereich integriert schwierig zu lösen ist. Genauso gut kann man davon ausgehen, dass bei der Größe/Wassermenge ein stabiles Verhältniss zu erwarten ist?


    Vielleicht solltest du mal Herrn Peter Latzel anrufen, Kontakt hier oder im Shop....


    Gruß, Thomas

  • Holla :P ,
    das ist doch das Traumprojekt in Reinstform .


    Ich arbeite in der Biogasbranche in welcher ja ständig solche Pötte gebaut werden(Wasserdicht).
    Jedesmal wenn ich vor so einem Pott stehe denke ich dann das dieser doch theoretisch der perfekte Schwimmteich sein könnte.


    Du hast durch den Pott doch bereits 80 Prozent aller Anforderungen bzw. Baumassnahmen erfüllt.
    Die 4 m Luxustiefe wären das "i-Tüpfelchen",müssen ja aber auch nicht gänzlich ausgeschöpft werden.


    Nur eine Frage die berücksichtigt werden muß:
    Wie weit schaut der Behälter aus dem Erdreich ?


    Da der Pott Wasserdicht ist braucht man bei einer Unterteilung nicht mehr auf absolute wasserdichte zu achten.


    Die Unterteilung kann man je nach Geschmack ausführen.


    Stellt sich nur die Frage ob man hier die Unterteilung will bzw. braucht.
    Bei deinem großen Wasservolumen kann man natürlich auch ein externes Reinigungs bzw. Reg.Becken errichten weil dies u.U. leichter auszuführen ist.


    Jedenfalls beneide ich dich um deine Option.
    Eines muß noch erwähnt werden.
    Der Behälter besteht vermutlich aus Stahlbeton und hat über die Gülle vermutlich nicht wenig Nährstoffe in der Wand eingelagert.
    Um hier dem generellen Nährstoffaustrag zu verhindern empfehle ich den Behälter (ca. 200 m² ) inkl. Boden wenigstens zweilagig mit Epoxidharz zu streichen.
    Remmers bietet dazu den passenden Epoxidharz.
    wird dich ca. 1500 bis 2000 Euro kosten aber Du hast Ruhee und eine popo-glatte Oberfläche.
    Dann ist ja eigentlich ,die Technik noch aussen vor gelassen dein Schwimmbereich bereits fertig.


    Ich finde das Projekt sehr verlockend.
    Halt uns auf dem laufenden falls Du deine Idee umsetzt.


    Gruß
    Hartmut

  • klar schreib ich hier weiter. aber bin ja noch in der Vorplanungsphase. ich bin wohl noch 2 Jahre mit dem Stallumbau beschäftigt.
    bis letztes Jahr hatte ich noch Tiere und hab da den Güllebehälter mit Bausschutt um füllen lassen weil ich ja schon wußte, dass das ein Löschteich werden sollte. Jetzt guckt nur noch der Zaun aus dem Boden. 3 Meter dahinter ist jetzt ein 4m Steilhang, den ich mit Bodendeckern bepflanzt hab.


    in einem Schwimmingpool forum hab ich von einem ählichen Projekt gelesen. dort wurden die Wände mit spezieller Farbe bestrichen und so versiegelt. Ist aber auch nicht günstiger wie dein Harzvorschlag.
    Wär es den sogar möglich, dass ich bei dieser extremen Wassermenge gar keinen Regenerationsbereich benötige, sondern nur eine Pumpe mit Filter. ?
    Schließlich hab ich dann schon 80 m2 Wasserfläche vor der Tür. Das Regenerationsbecken müßte ja auch noch mal min. 10% also 30.000 l groß sein, so wie ich das gelesen hab hier. Und das nur mit spezieller Technik. Was für Kosten würden den so auf mich zukommen? natürlich nur mal so grob geschätzt.
    Danke.

  • für die Beschichtung würde ich, da ja der Beton schon "ziemlich" dicht ist, eine Dichtschlämme von MEM auftragen und fertig. Das ist sehr sehr günstig und auch wasserdicht, wird für Brunnenbau usw. benutzt.


    Die Wasserfläche 80m² ist nicht so besonders groß, aber durch die Tiefe hast du natürlich ordentlich qm³ 8o . Wie sich das ohne Reg.-Zone verhält??? Bei der Tiefe muss man sich genauso Gedanken über Reinigung / Absaugung machen.


    Wie Hartmut schreibt, ein interessantes und spannendes Projekt. Die Zeit die du hast wirst du vermutlich für durchdachte Lösungen brauchen....

  • Hallo Horten


    Der prozentuale Anteil des Regenerationsbereiches vom Gesamt bezieht sich eher auf die Fläche,nicht auf das Volumen.
    Wären bei 10 Prozent also bei dir 8m² Fläche bei einer Tiefe von 1,0-1,5 m.


    Aber ohne Biofilter würde ich es nicht machen.


    Sprich aber mal am besten direkt mit Herrn Latzel.
    Seine Nummer findest Du hier im Shop unter Beratung

  • Hallo Horsten,


    ist ein sehr interessantes Projekt. Da schlägt die Phantasie Purzelbäume. Wenn Du kein Taucher bist, könnte man den Tiefenbereich gut für einen Kiesbettfilter nutzen. Pflanzen könnte man über tangentiale Abtrennungen oder Einhängeelemente integrieren. Einfach mal unverbindlich bei mir anrufen.


    Beste Grüße Peter Latzel

  • Hallo Herr Peter-Latzell,


    ich werd mich bei gegebener Zeit bei Ihnen melden. Im Moment hab ich genug mit dem Stallumbau zutun.Mir ging es im moment hauptsächlich darum, raus zu kriegen ob das überhaupt möglich und sinnvoll ist. Und das hört sich dannach an. Vielen Dank bis jetzt.

  • Hallo zusammen,


    nach 6 Jahren gehts endlich weiter. Hätte nie gedacht das es so lange dauert aber manchmal ist das so.


    Was ist bisher passiert:


    Der ehemalige Güllekeller ist letztes Jahr gereinigt worden und ich habe ihn 2 mal mit Dichtschlämme eingepinselt. Über Winter stand jetzt 1 Meter Niederschlagswasser drin und ich bin erstaunt wie gut die Wasserqualität ist. Auf dem Boden liegt Natürlich einiges an Blättern. Aber das Wasser ist klar.

  • Mein Grobkonzept:

    Ich wollte an der Westseite einen kleinen Steg bauen, an dem ich einen Skimmer befestigen würde.

    Darunter würde ich 2 Zylinder aus Edelstahlochblech setzen. Gefüllt mit Rollkies.

    Maße: ca 1 m Duchmesser, Höhe ca 4 m. knapp unter dem Wasserspiegel endend so könnte man noch Pflanzen oben rein setzen. Den Drainstar würde ich dort unten einführen und nach oben durchlaufen lassen.


    Die Idee da hinter ist, dass man so den Boden weiterhin reinigen kann.


    Das 12Volt Set aus dem Shop hatte ich ins Auge gefasst.


    Gute Idee?

  • Ich würde mir um die Güllegrube drumherum noch nen kleines Klärbecken oder Klärbeet bauen. Damit du auch ein paar Wasserpflanzen einsetzen kannst. Muss ja nicht tief sein. Dann saugst du mit einer kleinen Pumpe (max. 50 watt) das Wasser aus deinen 2 zylindern an (von unten nach oben, würde dann auch oben keine Löcher ins Blech machen, nur unten damit das Wasser vertikal durchströmen muss. Die Pumpe sitzt dann oben, dann verlierst du keinen Wasserdruck). Das angesaugte Wasser kommt dann in das Klärbeet und an einer stelle läuft das Beet über und in die Güllegrube zurück. Der Skimmer muss nen separaten Kreislauf haben. Der darf nicht in den Kies geleitet werden. Der sprudelt an einer zweiten Stelle einfach wieder in die Güllegrube.

    Ich bin kein Experte, habe mich selber auch eingelesen und einen Teich gebaut der bis jetzt auch funktioniert, aber meine Idee ist keine Musterlösung, sonder nur ne Idee. Kann gerne von den anderen Kritisiert und verbessert werden.

  • Ich habe das Ratgeber Buch aus dem Shop gelesen und bin jetzt ein bisschen schlauer,


    Ich würde jetzt auch die zwei Becken Lösung bevorzugen.

    Wenn ich jetzt auf der West Seite ein 4mx2mx1m Becken aus Schalungssteinen erstelle, passt das zu einer 10.000L pro Stunde Pumpe.


    Ich meine, ich hätte gelesen 500 Liter pro m3 wäre optimal. Das hieße aber das das Becken 20m3 groß sein müsste bei dieser Pumpe.

    Ist das so? Muss das so groß sein?

  • Das ist wohl so. Hintergrund ist das bei einer zu hohen Geschwindigkeit keine biologische Filtration mehr möglich ist. Somit hättest du nur eine mechanische Filtration, die relativ unwirksam ist.

    Du kannst aber die Asyncronpumpen mit einem Regler drosseln. Oder aber du gehst im Bypass über einen Sprudelstein oder Wasserfall. So hättest du volle Pumpenleistung und somit eine entsprechende Sogwirkung am Skimmer.

  • Denke nein. Ich bin im Moment am Terrassen pflastern. Das dauert auch noch.

    Hab aber die Schalungssteine bestellt und bald kommt der Bagger wieder um für die Fundamente zubuddeln.

    Ich hoffe auf einen milden Winter das ich immer weiter machen kann. Um den Teich will ich auch noch 75 m2 Pflastern.

    Ich hätte auch noch eine Frage. Ich habe mir hier im Shop die Filtersets an geschaut.

    Wie funktioniert genau die Verbindung zwischen Skimmer und Pumpenschacht. Muss der Pumpenschacht tiefer liegen wie der Skimmer oder saugt die Pumpe aus dem Skimmer in den den Pumpenschacht.


    Hintergrund ist das ich in das Betonbecken ungern noch ein Loch bohren will. Mit dem 12 Volt Set könnte ich ja aus Becken über den Rand hinaus pumpen in das Regenerationsbecken.


    Sind meine Gedanken so richtig?

  • Zu den Pumpen hin muß immer Gefälle bzw. tiefer liegen. Die Pumpen sind nicht selbst ansaugend. Weiß ja nicht was du dir ausgeguckt hast, aber die Oberkante muß auf selbe Höhe. Mußt du halt von oben die Wand einschneiden , Skimmer einsetzen und erneut einbetonieren.

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