Terassenplanken aus Douglasie - welche Seite oben?

  • Hallo Ihr Teichfreunde,


    ich meine, dass ich hier schon mal irgendwo gelesen habe, ob die geriffelte oder gezahnte Seite der Terassenplanken nach oben gebaut wird. Aber ich kann den entsprechenden Beitrag einfach nicht finden... :oops: ....habe ich das vielleicht doch woanders gelesen?


    Aber ich vertraue wieder einmal auf Eure Hilfe! :D
    Welche Seite gehört nach oben? Die fein geriffelte oder die gezahnte Seite?


    Grüssle
    Andrea

  • Hallo Andrea


    Du kannst die so montieren wie es dir am besten gefällt ,es gibt da kein oben oder unten .
    Einer hat lieber die feine , der ander lieber die gröbere Seite ...also alles nur eine Frage des Geschmacks.


    Wichtig ist nur das Du auf ein wenig Gefälle achtest .


    Gruss Chris

  • Hallo Andrea
    Pancho hat selbstverständlich recht, jedoch wird in der Regel die gezahnte Fläche oben genomen, da die unter anderem stabiler gegen Absplitterungen und Abdrücke ist.
    Aber wie gesagt kannst du auch rein nach Geschmack montieren.
    Grüsse diamantstör

  • Eigendlich ist es so gedacht wie Stör es schreibt.
    Aber stabiler gegen Absplitterungen und Abdrücke ist die glatte Seite, da muss ich Stör wiedersprechen.
    Eine ebene gehobelte Holzfläche drückt man nicht so leicht ein wie die gefrästen Riffeln, und ein Holzspan löst sich auch leichter von einer Kante (und die Riffeln sind ja quasi viele Kanen) als von einer klatten gehobelten Fläche.


    Ich gebe dir jetzt einen berufsbedingten Tipp.


    Die Riffeln werden eigendlich nur gemacht damit man nicht "ausrutschen" kann (obwohl man das auch nicht auf der klatten seite so leicht kann), und weils den Leuten besser gefällt, und weils halt irgendwie profimässig aussieht (was es aber nicht unbedingt ist)
    Aber das Problem ist, das die Riffeln die Holzoberfläche um Einiges vergrössern, und sich das Wasser dort auch besser halten kann als auf der klatten Seite.


    Wenn Wasser immer schön abfliesen und abtrocknen kann, dann schadet es dem Holz so gut wie garnicht.
    Aber genau das verhindern die Riffeln.
    Darum empfehle ich dir die glatte Seite oben zu nehmen.


    Ist aber nur eine Empfehlung.

  • Hallo Hbert
    Wenn du den Beitrag von Andrea genau gelesen hättest, dann würdest du wissen das es nicht um eine glatte Oberfläche geht sondern 1. um die gezahnte, 2. um die geriffelte (feinere). :oops:
    Das eine glatte Oberfläche robuster ist das ist sicher allgemein bekannt.
    Das "nur" beidseitig Gehobelte Bretter sich leichter verziehen, verdehen bzw verstärkt zu Rissen neigen ist auch allgemein bekannt und das lieber Hbert ist der Hauptgrund warum die Dielen gerillt und/oder verzahnt werden.
    Die Optik und die Rutschfestigkeit sind angenehme Nebenerscheinungen und manchmal sicher auch erwünscht jedoch nicht der Hauptgrund, zumindest bei uns im Lärchenreichen Tirol :)
    Ich denke das dies bei allen Terassendielen egal ob Douglasie,Lärche oder sonstiges holziges Material
    Grüsse diamantstör

  • Das habe ich überlesen, sorry, dann ist es relativ egal, dann kann man einfach danach entscheiden was einem besser gefällt.


    Aber ich würde eben überhaupt keine solchen Bretter verwenden sondern klatt gehobelte.
    Das habe ich gemacht, und da lösen sich bisher keine Späne.
    Verziehen werden sich Holzbretter immer mit der Zeit. Manche mehr, Manche weniger.


    Ob gerillt oder gezant oder klatt, Holz das im Freien jeder Witterung ausgesetzt ist arbeitet. Das lässt sich nicht vermeiden.


    Aber durch die Fräsung, egal ob gerillt oder gezant wird es weniger haltbar.
    Darum rate ich immer davon ab.


    Aber da scheiden sich die Geister, und darüber könnte man sicherlich lange diskudieren.
    Ich rate eben davon ab.

  • Hallo Andrea


    Wie schon erwähnt , wenn doppelt gezahnt /geriffelt ist es rein die Optik die entscheidet welche Seite oben liegt ,jede Seite hat so vor und nachteile .
    Leg dir mal einige Bretter nebeneinander und schau dir das ganze mal mit etwas abstand an , anschliessend Schuhe aus und Barfuss drauf rumspazieren ( mach sie auch mal richtig nass ) um zu sehen wie es mit der Rutschfestigkeit aussieht.
    Denke dann weißt Du welche Seite am besten zum wohlfühlen oben sein sollte.


    Hier noch einige „ Empfehlungen und Faustregeln „ : ( von Fachmänner und Holzwürmer … und nein ....ich bin keiner .. )


    Dielenstärke : 21mm ,… 25mm ,… 28mm ,… 35mm ,… 45mm
    Balkenabstand: 45cm ,…. 50cm ,….. 60cm ,…. 70cm ,….. 80cm


    Schraubenlänge: 50mm für 21er Dielen und 60mm für 24-28er Dielen ( Schrauben sollten min. doppelte Dielenstärke haben )


    - Der Untergrund sollte eben sein. ( unterlegvlies schützt vor Unkraut )
    - Stabiler Untergrund, z.B. mit Punkt- /Streifenfundament oder
    Betonplatten.
    - Wichtig ( gilt auch für Hbert gehobelte Bretter :wink: ) ein Gefälle von min. 1-2% in Rillenrichtung damit das Wasser besser abläuft
    - Der Abstand der einzelnen Holzdielen zueinander sollte 5-10 mm betragen. Diese Dehnungsfuge gewährleistet, daß das Holz je nach Witterung arbeiten und sich ausdehnen und zusammenziehen kann.
    - Die Schrauben ( je 2 stk. ) sollten einen Abstand von 5-7 cm zum Dielenkopf haben


    Gruss Christian

  • Und es sollten unbedingt Nirosterschrauben sein.


    Ein Gefälle hilft natürlich, aber wie gesagt, jede Fräsung "verletzt" die Holzoberfläche.
    Und "verletztes" Holz ist natürlich empfindlicher und weniger lang haltbar.

  • Vielen Dank Euch allen für Eure Antworten!
    Den Tipp mit dem Barfuß-Laufen werden wir annehmen, ist eine wirklich gute Idee.
    Wir haben uns für Terassenplanken entschieden, da wir eine Länge von 7m haben, die wir mit Versatz aus 5m langen Dielen legen wollen. Bei dieser Länge hatten wir einfach die Befürchtung, daß sich glatte Bretter mit der Zeit verwerfen können. Die Stärke der Dielen ist 38mm und den Abstand der Balken haben wir mit 70cm geplant.
    Ursprünglich wollten wir das Holz vollkommen unbehandelt lassen. Dann hat man uns empfohlen, wenigstens einen farblosen Holzgrund gegen Bläue aufzutragen. Nennt sich Aqua Holzgrund von Relius und ist ein "Wasserbasierter, flüssiger, tief eindringender Bläueschutz nach DIN...". Soll angeblich keine Gefahr für einen Teich geben.


    Gerade habe ich aber auf der Dose folgendes gelesen: " Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben...." :shock: :shock: :shock:


    Jetzt weiß ich gar nicht mehr was ich machen soll :?::?:


    Brauche wieder einmal Euren Rat.... :oops: :oops:


    Andrea

  • Ich habe meine Lärche unbehandelt gelassen.
    Sie wird dadurch zwar leicht grau, aber dafür muss ich sie auch nie streichen.


    Und es gibt Häuser aus unbehandelter Lärche die 300 Jahre alt sind, und das Holz ist in Ordnung.


    Das Problem ist das sich zuviele leute irgendeine ausländisches Holz kaufen, anstatt bei dem zu bleiben was wir hier haben.



    Ich gebe dir den Rat es unbehandelt zu lassen.
    Streichst du einmal, dann musst du es alle paar Jahre wieder streichen.

  • Also ich habe mein Douglasie-Dielen mit Holzöl im Farbton teak gestrichen. Hat zwar den Nachteil, dass ich das jedes Frühjahr erneuern muss, aber bei mir ging es um die Optik. Ich finde es nicht schön wenn das Holz grau wird. Aber das ist ja zum Glück Geschmacksache. Ich sehe mich auch nicht besonders vor ob Ölspritzer ins Wasser gelangen, bisher hatte ich noch nie Probleme und ich glaube ein paar ml machen nichts bei 100m³ Vol.
    Und natürlich würde mir was fehlen, wenn ich bei den ersten Sonnenstrahlen, wenn die Terrasse endlich richtig trocken ist, mein Badedeck nicht streichen könnte, um der Hausarbeit zu entgehen. :D


    cu

  • Achso, um noch einmal das Thema aufzugreifen, eigentlich ist vorgesehen, dass die gezahnte Seite nach oben kommt. Die geriffelte ist nur eine Ausgleichsfräsung, damit sich das Holz nicht so stark verwirft.
    Das hat auch einen einfachen Grund. Das Wasser kann besser durch die Großen Rinnen ablaufen und die Schraubenköpfe passen auf den oberen Steg, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann und nicht aller 50cm ein Hinderniss in Form eines Schraubenkopfes entsteht. Leider machen das viele Leute verkehrt und "jagen" die Schrauben (ist ja auch bequemer) in die untere Nut, anstatt sie vorsichtig am oberen Steg zu postieren. Bei der Ausgleichsfräsung ist eine Positionierung der Schraube nicht möglich...


    Als ich die letzte Terrasse gebaut habe, habe ich nicht schlecht geschaut. Die Terrassendielen waren einige mm stärker und auf beiden Seiten eine grobe Zahnung eingefräst. Der Fachhändler hat mir erklärt, dass dies gemacht wird, um beide Seiten nutzen zu können und somit weniger Ausschuss zu haben. Bin ich zwar nicht so sehr davon überzeugt, da es evtl. wirklich auf Kosten der Steifigkeit gehen könnte, aber beim Verbauen war nichts zu merken und ich hatte wirklich 0 Ausschuss. Irgendeine Seite war immer perfekt. Ich glaube im Zuge knapper werdender Resourcen wird sich diese Form früher oder später auch durchsetzen... auch der Umwelt zuliebe... liebe BIOtop-Freunde... :wink:

  • Also:


    Ich habe auch Douglasie verbaut. Weiss der Kuckuck warum. Lä(e)rche ist in unserer Gegend viel verbreiteter aber was soll´s?


    Habe auch die gröbere Seite nach Oben gerichtet. Hab sie mir so wie schon hier geschildert aufgelegt und verglichen. Hab dann den Abstand der Bretter auch im Masse der Rillenbreite verlegt, und es gefällt mir.


    Hab sie auch aus optischen Gründen mit Bondex eingelassen.


    So nun meine Fragen:


    - Was ist wenn ich nächstes Frühjahr nicht lasiere?


    - Was wenn die Lasur mit dem Wasser in Kontakt kommt? Sei es beim
    Lasieren bzw. wenn das lasierte Holz mit Wasser in Berührung kommt?
    Hab nämlich vor die noch aus dem Wasser stehende Mauer zu
    verkleiden.


    - Wie lange hält solch Douglasienholz (ca. in Jahren)?



    Vielen Dank für Eure Antworten bzw. Tipps


    Christian

  • Hallo Christian,


    schon etwas länger her deine Fragen, aber das interessiert vielleicht auch den/die eine/n andere/n.


    - Was ist wenn ich nächstes Frühjahr nicht lasiere?
    Antwort: Nun, im ersten Jahr wird wahrscheinlich nicht viel passieren, aber mit der Zeit werden die Terrassendielen vergrauen.
    Douglasie reagiert auf Eisen-Gerbstoffverfärbung, d.h. es kann sich bei geringen Mengen von Eisenstaub oder Rostpartikeln in der Umgebungsluft zusammen mit Feuchtigkeit grau verfärben. Diese Verfärbung hat nichtsu mit dem Bläuepilz zu tun und beeinträchtigt in keiner Weise die mechanischen Eigenschaften.


    - Was wenn die Lasur mit dem Wasser in Kontakt kommt? Sei es beim Lasieren bzw. wenn das lasierte Holz mit Wasser in Berührung kommt? Hab nämlich vor die noch aus dem Wasser stehende Mauer zu verkleiden.
    Tipp: am besten mal den Hersteller der Lasur fragen, ob es Erfahrungswerte gibt.


    - Wie lange hält solch Douglasienholz (ca. in Jahren)?
    Antwort: Wir haben bislang überaus gute Erfahrung mit Douglasie Terrassenholz gemacht. Es hängt natürlich von mehreren Faktoren ab:
    a) Der Qualität des eingesetzten Douglasie Holz
    b) Der (Unter-) Konstruktion mit genügend Luftzirkulation
    c) Der Exposition (Schatten/Sonne, Süd, Ost, West, Nord)
    d) Der Oberflächenbehandlung
    e) Der Pflege


    Wir empfehlen unseren Kunden (a) entweder nichts zu tun (ja, wirklich!) oder (b) die Terrasse initial mit natürlicher Seife oder Lauge (mit weißen Kalkpigmenten) zu behandeln und die Oberfläche vergrauen zu lassen. Damit kann eine Douglasie Holzterrasse sicher auch mehr als zehn Jahre halten. Natürlich ist das keine Garantie, weil es wie schon erwähnt immer auf verschiedene Faktoren ankommt, aber die grundsätzliche Eigenschaft des Douglasienholz bringt eine langjährige Resistenz mit sich.


    Viele Grüße,
    Steffen von Pur Natur

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